Es war genau eine Woche vor dem ersten Advent, als feine Schneeflocken zur Erde fielen, und tatsächlich, sie blieben liegen.
Erinnerst du dich auch an diesen ersten Schneemoment im Jahr, wenn plötzlich alles still wird und du für einen Augenblick durchatmest.
Eigentlich hatte ich keine Zeit. Die Brotdosen für den nächsten Schultag warteten darauf, gefüllt zu werden, und auch das Haus hätte dringend einen schnellen Durchlauf mit dem Staubsauger vertragen. Doch das glitzernde Weiß und die tiefstehende Sonne waren zu verlockend. Also warf ich mir den Wintermantel über, band den Schal fest um den Hals – nur keine Zeit verlieren! Mein schlechtes Gewissen sollte gar keine Chance haben, sich zu Wort zu melden.
Die Luft roch frisch gewaschen, und eine friedvolle Stille lag über dem kleinen Ort. Als hätte Gott nicht nur die Wiesen zugedeckt, sondern auch die Hektik des Alltags mit einer weißen Decke sanft zum Schweigen gebracht.
Vielleicht kennst du auch dieses Gefühl, wenn Gott dich mitten im Alltag für einen kurzen Moment an die Hand nimmt – einfach, um dich zum Staunen zu bringen.
Nach ein paar Minuten hatte der Berg die Sonne verschluckt. Doch richtig finster wurde es nicht. Erstaunlich, wie hell die Nacht sein kann, wenn Schnee die Erde einkleidet. In diesem Moment zweifelte ich keinen Augenblick daran, dass es Gott gibt – und dass dieser Gott ein Künstler ist.
Zeit der Einkehr – Ruhe finden im Winter und im Herzen
Die Zeit der Einkehr ist eingeleitet.
Die kalte Jahreszeit kommt mit großen Schritten näher.
Für mich bedeutet das: Heimkommen. Zur Ruhe kommen. Ankommen.
Jetzt beginnt die Zeit, in der alles ein wenig länger dauern darf – das Auto abkehren, den Ofen anheizen, Tee aufsetzen, Kinder in Schichten einmummeln. Und trotzdem ist es genau diese Zeit, in der ich mit einer heißen Tasse Tee in der Hand und einer Wolldecke über den Schultern das flackernde Kerzenlicht betrachte und träume: Von einer tiefen Hoffnung, die nur in der Stille wachsen kann.
Advent ohne Stress
Dankbarkeit und innere Vorbereitung
Ich will mich nicht verlieren in Geschenklisten, Keksteig und Weihnachtsstress. Ich will mich erinnern, dass Advent nicht von mir vorbereitet werden muss, sondern dass Gott mich vorbereitet.
Also werfe ich die Hände in die Luft, drehe mich lachend im Kreis und blicke dankbar auf das vergangene Jahr zurück.
Dankbar für zwei lebendige Kinder.
Dankbar für eine tolle Arbeitsstelle und wundervolle Kolleginnen.
Dankbar für eine Gemeinde, die immer mehr wie ein Zuhause wird.
Dankbar für Menschen, die mir mit offenen Herzen begegnen.
Und zutiefst dankbar, dass Jesus an meiner Seite ist – immer.
Nimm dir in dieser Adventszeit auch einen Moment, um zurückzublicken – nicht auf das, was gefehlt hat, sondern auf all das, wofür du dankbar sein kannst.
Hoffnung und Glaube im Advent neu finden
Ich will seine Einladung annehmen und in dieser stillen Zeit bewusst da sein.
Und während die dampfende Tasse meine Hände wärmt, halte ich mich fest an der Hoffnung, dass dieses prickelnde Gefühl beim ersten Schneefall nur ein kleiner Vorgeschmack auf die Ewigkeit ist.
Erlebe diese Zeit der Stille auch bewusst – mit kleinen täglichen Impulsen, Erinnerungen, Materialien und Momenten der Ruhe.
Und lade dir gleich hier deinen Königstochter-Adventskalender herunter, der dich durch die Adventszeit begleitet.
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