· 

Warum wir Halloween nicht feiern

...und jährlich grüßt der Kürbiskopf

Dankbar fürs Licht – nicht für die Dunkelheit


Aus Dankbarkeit für das Licht, das Jesus in mein Leben gebracht hat, werde ich bestimmt die Dunkelheit, aus der er mich gerettet hat, nicht mehr feiern. Warum Halloween nicht einfach nur ein lustiges Gruselfest ist, will ich euch in dem Artikel ein wenig erläutern.

Pünktlich zu Oktoberbeginn stehen in jeder Ecke geschnitzte Kürbisköpfe, an Haustüren hängen Hexen und Geister. Auf YouTube laufen Gruseltrailer, im Supermarkt liegen Totenköpfe zwischen Spekulatius und Lebkuchen.

Früher hatte ich das alles einfach hingenommen – es hat mir sogar gefallen. Heute sehe ich es mit anderen Augen.
Seit meiner Bekehrung weiß ich, wie real das Böse ist.

Doch jetzt kenne ich die Wahrheit:
 „Der Herrscher dieser Welt ist bereits verurteilt.“ – Johannes 16,11
 „Denn der Geist, der in euch lebt, ist stärker als der, der in der Welt ist.“ 1. Johannes 4,4


Ich habe am eigenen Leib erlebt, wie sich dunkle Eindrücke und Bilder in die Seele brennen können, und wie sie im geistlichen Kampf gegen uns wirken. Je länger ich Jesus nachfolge, desto klarer erkenne ich, wie zerstörerisch das Böse ist und wie scheinheilig es sich oft als „minder schlimm“ oder sogar als „das Gute“ tarnt. Das Böse hat seinen Beginn im Ungehorsam, wächst zu Neid und endet in Leid, Gewalt und Tod. Wir sehen es nicht nur in der Geschichte von Adam und Eva, und Kain und Abel. Nein, wir sehen es tagtäglich in den Nachrichten. Das Böse ist keine Spielerei – es ist real. Und so wie man Kindern lernt nicht mit Feuer zu spielen, sollte man auch mit dem Bösen, der Dunkelheit, nicht liebäugeln.

Jetzt denkst du dir vielleicht: Was soll daran so schlimm sein? Die Kinder verkleiden sich und haben halt Spaß. Schauen wir uns mal die Geschichte von Halloween an.

Ursprung von Halloween

Das keltische Fest Samhain und seine okkulten Wurzeln

Die Wurzeln von Halloween reichen weit zurück – bis zu den keltischen Völkern, die vor über zweitausend Jahren in Irland, Schottland und Teilen Westeuropas lebten. Sie feierten am 31. Oktober das Fest Samhain, das den Übergang von der hellen Jahreszeit des Sommers in die dunkle Jahreszeit des Winters markierte. Es war ein Übergangsfest, das den Tod der Natur symbolisierte und den Beginn des neuen Jahres einläutete.
(History Channel Italia, Encyclopedia Britannica, Brown University)

Nach damaligem Glauben öffnete sich in dieser Nacht die Grenze zwischen der Welt der Lebenden und der Welt der Toten. Geister, Dämonen und Ahnengeister konnten übertreten und Einfluss auf die Menschen nehmen. Viele Bräuche, die bis heute in abgewandelter Form in Halloween stecken, entstanden genau aus diesen Vorstellungen:

Halloween-Bräuche erklärt: Feuer, Opfer, Geister und Masken

  • Feuerrituale / öffentliche Feuer: In vielen Gemeinschaften wurden große Feuer entzündet, um Schutz vor Geistern zu bieten. Zuvor löschte man alle häuslichen Feuer und entfachte sie neu mit einer Flamme aus dem großen Gemeinschaftsfeuer – ein symbolischer Akt der Reinigung und geistlichen Erneuerung.
    (Brown.edu + History Channel Italia + Encyclopedia Britannica)
  • Opfer & Gaben: Tiere wurden geopfert, Erntegaben wie Getreide oder Gemüse dargebracht, um die Götter oder Geister gnädig zu stimmen und Schutz für den Winter zu erbitten. (Trick or Treat – Süßes, sonst gibt’s Saures)
    (Westport Library + History Channel Italia + Encyclopedia Britannica)
  • Geister- und Ahnenverehrung: Man deckte Plätze am Tisch für die Verstorbenen oder stellte ihnen Speisen vor die Tür. Man glaubte, dass wohlgesinnte Ahnen gesegneten Schutz bringen, während böse Geister ferngehalten werden mussten.
    (History Channel Italia + BPL.org + Encyclopedia Britannica)
  • Verkleidung / Maskierung: Um die Geister zu täuschen oder sich vor ihnen zu verbergen, trugen die Menschen Masken oder Tierhäute. Diese Praxis gilt als Ursprung des heutigen „Verkleidens“ an Halloween.
    (BPL.org + Wikipedia + History Channel Italia)
  • Orakel und Wahrsagerei: Da man glaubte, dass die Grenze zur Geisterwelt in dieser Nacht schmaler war, nutzte man Samhain für Weissagungen über das kommende Jahr, über Liebe, Tod und Ernte.
    (Encyclopedia Britannica)

Diese Rituale zeigen deutlich, dass Samhain ein Fest mit stark okkultem Charakter war, verbunden mit Totenverehrung, Wahrsagerei und der Anrufung von Geistern. Genau aus diesen Elementen entwickelten sich viele spätere Halloween-Bräuche, wenn auch in abgeschwächter Form.

Was sagt die Bibel zu Halloween und okkulten Praktiken?

Wenn wir verstehen, woher Halloween wirklich kommt, erkennen wir schnell: Dieses Fest war nie neutral.
Es war eng verbunden mit okkulten Handlungen, Geisterverehrung und Ritualen, die im direkten Widerspruch zum biblischen Glauben stehen.

Als Nachfolgerinnen Jesu sind wir dazu berufen, Licht in die Welt zu bringen – nicht, uns mit Finsternis zu vermischen.

Die Bibel spricht sehr klar über solche Praktiken. In 5. Mose 18,10–12 heißt es:

„Es soll niemand unter dir gefunden werden, der seinen Sohn oder seine Tochter durchs Feuer gehen lässt, oder einer , der Wahrsagerei betreibt oder Zeichendeuterei, oder ein Beschwörer oder ein Zauberer.“ (SCHL)

Schon im Alten Testament warnte Gott sein Volk davor, sich auf Geister, Totenbeschwörung oder Zauberei einzulassen. Nicht, weil Gott den Menschen etwas verbieten wollte, sondern weil er sie beschützen will. Jede Öffnung zu dunklen, spirituell unklaren Praktiken kann zerstörerische geistliche Folgen haben.

Halloween stellt – auch wenn es heute oft harmlos erscheint – genau diese Themen in den Mittelpunkt: Tod, Angst, Dämonen, Geister, Horror und das Übersinnliche. Und selbst wenn Kinder sich nur verkleiden und Süßigkeiten sammeln, bleibt die Problematik: Es ist ein Fest, bei dem man Mordlust als spannend zeichnet und das Böse verharmlost. Ein Fest, bei dem die Finsternis gefeiert wird, während Jesus uns dazu ruft, im Licht zu leben:

„Ihr alle seid ja Menschen des Lichts, und euer Leben wird von jenem kommenden Tag bestimmt. Weil wir also nicht zur Nacht gehören und nichts mit der Finsternis zu tun haben, dürfen wir auch nicht schlafen wie die anderen, sondern sollen wach und besonnen sein.“
(1. Thessalonicher 5,5-6 NGÜ)

Halloween dreht sich um das, wovor Menschen sich fürchten – das Evangelium dagegen um das, was Menschen befreit.
Darum feiern wir nicht die Nacht, sondern das Licht. Nicht die Angst, sondern die Hoffnung. Nicht den Tod, sondern das Leben, das Christus uns gebracht hat.

Wenn wir also auf Halloween verzichten, ist das kein Ausdruck von Strenge, Engstirnigkeit oder Gesetzlichkeit, sondern Gehorsam und damit ein bewusstes, liebevolles Bekenntnis zu Jesus. Wir sagen damit:

Ich brauche keine Masken, keine Geister und keine Dunkelheit, um mich zu amüsieren. Ich habe das Licht des Lebens gefunden, und damit die Freude meines Lebens.

Christliche Alternativen zu Halloween: Licht, Freude und Gemeinschaft

Entscheidung als Familie

Deshalb haben wir entschieden, ja auch meine Kinder haben mitentschieden, kein Fest der Finsternis zu feiern.

Meine Kinder sollen keine Freude an Geistern, Monstern oder Tod haben, die wir doch alle so instinktiv fürchten.

So wie letztes Jahr werden wir kleine Säckchen mit Süßigkeiten und einer ermutigenden Botschaft Gottes für die Nachbarskinder vorbereiten. Wir werden beten, Bibel lesen, lachen, naschen, einen Film schauen und uns bewusst erinnern, worüber wir uns am meisten freuen dürfen: Jesus, das Licht der Welt.

An Jesus zu glauben bedeutet nicht, auf Spaß zu verzichten, sondern sich in Freude und Dankbarkeit für das Richtige zu entscheiden. Nichts, was uns die Welt bieten könnte, reicht an das heran, was Jesus uns bereits geschenkt hat.


Heute bin ich einfach dankbar für das Licht und dafür, dass ich es weitergeben darf. Möge sein Licht auch in deinem Zuhause leuchten.


 Musiktipp: Plead the Blood – Chris Davenport
 Zum Weiterlesen: Halloween – Ursprung & Geschichte (jesus.ch) 


Einladung zum Weitergeben – Lichtbotschaft für Kinder

Hier findest du eine kleine Einladung zum Ausdrucken, die du an Süßigkeitensäckchen hängen oder weitergeben kannst:
Ein Stück Licht mitten in der Nacht. 

Kommentar schreiben

Kommentare: 1
  • #1

    Elisabeth Mayrl (Sonntag, 02 November 2025 21:37)

    Super erklärt Stefanie!
    Die Idee mit den Sackerln und Nachricht ist gut!!!